27.12.2017 Besichtigung BBT

Am Mittwoch den 27. Dezember 2017 konnte eine Gruppe den Baustop über die Weihnachtsfeiertage nützen und die Baustelle des Brenner Basis Tunnel besichtigen.

Durch den Baustop war es dabei möglich bis zu der Tunnelbohrmaschine vorzugehen und auch diese genau unter die Lupe zu nehmen.

Nach einer Präsentation zum Projekt Brenner Basis Tunnel und einer Unterweisung durch Mag. Erwin Reichel (Sicherheitsbeauftragter BBT) ging es zuerst in den Leitstand des Tunnels bevor wir in den Tunnel einfuhren.

Dann ging es in das Innere des Berges und wir konnten eine Hauptröhre und den späteren Erkundungsstollen befahren und den dortigen Baufortschritt ansehen.

Eckdaten (Quelle BBT):

Der BBT besteht aus zwei Tunnelröhren mit einem Durchmesser von 8,1 Meter, die in einem Abstand von 70 Meter verlaufen. Sie sind eingleisig bestückt, sodass die Züge im Einbahnverkehr durch die beiden Tunnel fahren.

In Abständen von 333 Meter verbindet ein Stollen, ein sogenannter Querschlag, die zwei Röhren. Die Querschläge dienen in Notsituationen als Fluchtweg. Dieses Konzept entspricht höchsten Sicherheitsstandards im Tunnelbau.

Eine Besonderheit des Brenner Basistunnels ist der durchgehende Erkundungsstollen. Er befindet sich mittig zwischen den beiden Haupttunnelröhren, 12 Meter darunter und ist mit ca. 6 Meter Durchmesser kleiner als diese. Die Vortriebsarbeiten am Erkundungsstollen sollen Aufschluss über die Beschaffenheit des Gebirges geben und dadurch Baukosten und -zeiten minimieren. Sobald der BBT in Betrieb ist, wird der Erkundungsstollen eine wichtige Rolle für die Entwässerung spielen.

Der BBT wird eine Gesamtlänge von 64 km aufweisen, womit die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt entsteht.

Die maximale Geschwindigkeit von Personenzügen ist auf 250 km/h festgelegt. Auf der bestehenden Bahnstrecke beträgt die Fahrzeit zwischen Innsbruck und Franzensfeste ca. 80 Minuten. Sobald die Züge durch den BBT fahren können, wird sie auf 25 Minuten reduziert.

https://www.bbt-se.com